An die Freude ist eines der berühmtesten Gedichte Friedrich Schillers. Es entstand im Sommer 1785 und wurde unter anderem von Ludwig van Beethoven im 4. Satz seiner 9. Sinfonie vertont.
https://de.wikipedia.org/wiki/An_die_Freude
Anthem of Europe
https://www.youtube.com/watch?v=Jo_-KoBiBG0
Sonntag, 19. Februar 2017
Dienstag, 7. Februar 2017
Versions of this page have been circulating for some time. Some
philosophical schools, as well as religions, have worked their way in.
Some people don't think that religion, or at least their religion, is a
matter for humor. If these characterizations offend anyone, please be
informed that they are supposed to offend everyone. If you think you
might be offended, pleasure return to the Philosophy of Religion index.
http://www.friesian.com/no-shit.htm
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Sonntag, 5. Februar 2017
Donnerstag, 2. Februar 2017
Frauen vernetzen sich
Bertha von Suttner: "Rache und immer wieder Rache! Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden. [...] Vielleicht ist eine weltumfassende Schwesterlichkeit notwendig, ehe eine brüderliche Verständigung der gesamten Menschheit möglich wird."
http://www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de/themen/bertha-von-suttner.html
Köln
Kölner Frauenportal
http://frauenportal.koeln/
Kölner Frauenkalender
http://www.koelner-frauenkalender.de/
Kölner Frauengeschichtsverein e.V.
http://frauengeschichtsverein.de/
Bonn
FEMNET e.V.
feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
https://femnet-ev.de/
Frauennetzwerk für Frieden e.V.
http://www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de/
Verein Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Forschung e.V.
http://www.frauenmuseum.de/
Castrop-Rauxel
Zentrum Frau in Beruf und Technik
KIM – Kompetenz im Management
http://www.kim.nrw.de/
http://www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de/themen/bertha-von-suttner.html
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Bonn
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Castrop-Rauxel
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http://www.kim.nrw.de/
Montag, 30. Januar 2017
Geburt (12/12)
Meine beiden Großmütter hatten einen Beruf erlernt und konnten sich selbst finanzieren. +++ Ich habe die Ahnung, dass Vorfahren der weiblichen Linie und eine Großtante der väterlichen Linie körperliche Gewalt erfahren haben, über die nicht offen gesprochen wurde. Die Frauen leben nicht mehr. +++ Meine Mutter hat als Kind einen verheerenden Bombenangriff überlebt.
Meine beiden Großväter befürworteten den Nationalsozialismus bis in die 1940er Jahre hinein. +++ In der Familie wurde nur wenig über die Eltern während des Nationalsozialismus gesprochen, was mich neugierig werden ließ. Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit unserer Familiengeschichte auseinandergesetzt. +++ Mein Vater hat als Kind Flucht und Vertreibung aus der Heimat überlebt.
In der Schule war die Nazizeit sehr präsent. Uns wurden Filme über den Holocaust gezeigt, wir lasen Bücher wie „der gelbe Vogel“, „die Welle“ und „das Tagebuch der Anne Frank“. Bilder und Texte berührten mich. Oft liefen die Tränen. Beim Sprachaustausch schämte ich mich manchmal, aus Deutschland zu kommen. Der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ ist eines der deutschen Worte, die neben „Kindergarten“ und „Energiewende“ auch international bekannt sind.
Ich selbst habe mir damals vorgenommen, mir alles anzuschauen und nicht wegzusehen. Was ich dann weltweit zu sehen bekam, war in der Tat sehr schwerverdauliche Kost.
In Kriegszeiten gibt es Menschen, die andere Menschen vergewaltigen und danach töten, wie beim Massaker von Mỹ Lai (Son My) während des Vietnamkrieges.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_M%E1%BB%B9_Lai
In Friedenszeiten gibt es Menschen wie Joachim Kroll. Er war „der Menschenfresser von Duisburg“. Joachim Kroll wurde 1933 als sechstes von neun Kindern eines Bergmanns in Oberschlesien geboren. Mit dem Beginn der 1950er-Jahre kam Kroll nach Duisburg. 1976 wurde er gefasst, nachdem er ein vierjähriges Mädchen vom Spielplatz entführt, vergewaltigt und getötet hatte. 1979 begann der Prozess. 1982 wurde er wegen Mordes in acht Fällen und eines Mordversuchs verurteilt. Drei bis sechs weitere Morde tauchten nicht in der Anklageschrift auf. Sie konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Kurz nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1955 begann Joachim Kroll seine Mordserie. Diese Mordserie führte zu zahlreichen falschen Verdächtigungen von Männern, von denen sich einige deshalb umbrachten.
http://rainbop.blogspot.de/2015/10/die-wilde-rose.html
Joachim Kroll und seine Taten waren in den 1970er und 1980er Jahren in den Medien sehr präsent. Auch im Radio. Meine Mutter ließ das Radio oft laufen. So fand die Geschichte mit all ihren Details Zugang in die Gedanken- und Traumwelt eines kleinen Mädchens im Ruhrgebiet. Zum Zeitpunkt des Urteils war ich acht Jahre alt. Somit hat der Prozess meine gesamte Kindheit ab dem zarten Alter von zwei Jahren begleitet. Ein Tatort war auch in meiner Heimatstadt.
Sława Przybylska - Gdzie są kwiaty z tamtych lat? (1972)
https://www.youtube.com/watch?v=r9P-iG_g3vU&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Helle Blumen ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Die Zeit hat die Spur verwischt ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Jedes der Mädchen nahm eine Blume ...
Wer weiß, ob es so war ...
Wer weiß, ob es so war ...
Auf den Namen „Joachim Kroll“ bin ich zufällig 2012 gestoßen, weil ich nach dem Schauspieler Joachim Król gesucht und den Namen falsch eingegeben hatte. Król spielte in dem Film „Ausgerechnet Sibirien“, der 2012 neu in die Kinos kam. In dem Film fragt die schorische Sängerin Sajana* den deutschen Geschäftsreisenden Matthias Bleuel (Joachim Król), warum er keine Tomaten esse. Darauf antwortet er, dass er eine Allergie gegen Tomaten hätte. Wenn er Tomaten essen würde, könne er einen körperlichen Schock bekommen, an dem er sterben könne. Sajana rückt etwas näher: „Sterben ist fallen. Von einer Welt in andere.“ Sie steht auf. „Mach nicht so viel Angst vor Tomate. Und dann kommst zum Licht.“ Sie geht. In der nächsten Einstellung beißt Matthias in eine Tomate. Er sieht ein Licht im Haus von Sajana.
https://www.youtube.com/watch?v=2GjRc6pFrL0
Als der Vater von Joachim Kroll nicht aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkam, zog die Mutter mit den neun Kindern 1947 ins Ruhrgebiet, wo sie Anfang 1955 starb.
Joachim Król wurde 1957 in Herne als Sohn eines Bergmanns mit polnischen Vorfahren geboren. Der Name Król wird polnisch [kru:l] ausgesprochen. Vielleicht haben Król und Kroll gemeinsame Vorfahren. Sie kommen scheinbar aus der gleichen Gegend.
Kto wie czy było tak... Wer weiß, ob es so war...
2013 plante ich mit einer Freundin eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner männlichen Vorfahren in Schlesien. Mein Vater war seit der Flucht nicht mehr dort gewesen. Bei meiner Planung fuhr er virtuell mit: Mit Google Street View habe ich mit ihm Orte zusammen angeschaut, die für ihn in seiner Kindheit wichtig waren. Ein paar Orte haben die Freundin und ich dann real aufgesucht. Wir radelten von Krakau nach Breslau. Wie es der Zufall wollte, wurde an dem Tag, als wir in Görlitz ankamen, am Abend ein Film gezeigt, den ich schon seit längerem sehen wollte: „Aber das Leben geht weiter“ von Karin Kaper über Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine Besonderheit des Films ist die, dass ausschließlich Frauen zu Wort kommen.
https://www.youtube.com/watch?v=H8Klu4ZhESM
2012 machte ich eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner weiblichen Vorfahren. In den alten Kirchenbüchern einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg erfuhr ich interessante Details über meine Urgroßmutter und deren Familie, die nicht überliefert worden waren.
2010 war ich mehrmals im Europäischen Institut für Angewandten Buddhismus in der Tradition von Thich Nhat Thanh. Es war eine Zeit mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen. Ich bin in die Stille gekommen. Eine besondere Erfahrung war das Lied „Namo Avalokiteshvara“, das dem Bodhisattva des universellen Mitgefühls gewidmet ist.
Namo Avalokiteshvara EIAB 12-08-2014
https://www.youtube.com/watch?v=ntBfYFFlbV8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
1992 sah ich mir alle Folgen der Zweiten Heimat im Fernsehen an. Sie ist der zweite Teil der Filmtrilogie von Edgar Reitz.
https://www.youtube.com/watch?v=ff11q5_mlE0
Viele Jahre bin ich bereits im Internet unterwegs. Ich habe mir viel angeschaut und viel geschrieben. Meistens war ich mit Pseudonym und ohne Foto unterwegs. Ich habe den Schutz der Anonymität gesucht. Die Gedanken, die meine Angst vor Sichtbarkeit auslösten, habe ich nach und nach identifizieren können. Insbesondere mit der Methode von Byron Katie ist es mir gelungen, vielen Gedanken nach und nach ihre Macht zu nehmen. Und so ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich meine Frau stehen und Profil zeigen will. Ich will meine virtuelle Burka ablegen und Verantwortung übernehmen.
Mit anderen Menschen erarbeite ich gerade ein Konzept für eine Projektidee, die bald ans Tageslicht will. Ich wähle die Ruhe und die Stille, die nötig sind, um alles ausreifen zu lassen. Danke an alle, dass ihr meine virtuelle Burka bisher akzeptiert und mich gleichzeitig ernst nehmt. Mein besonderer Dank geht an die Gemeinschaft von Utopia! Ihr habt mir so viel beigebracht auf so vielen verschiedenen Ebenen. Oft saß ich mit Euch bis tief in die Nacht gedanklich ums Feuer. Lachend, streitend, singend und schweigend. Ihr seid einfach großartig! Danke auch an Claudia Langer, die ihre Frau gestanden hat und den Mut hatte, das Projekt utopia.de ins Leben zu rufen! Nicht zuletzt durch den Austausch auf dieser Plattform habe ich zu der Vision gefunden, die ich jetzt Schritt für Schritt zum Leben erwecken möchte. In einem der nächsten Beiträge will ich das Projekt vorstellen. Und dann wird auch mein Klarname öffentlich. So oder so.
Gestern war mein Geburtstag. Von meinen Eltern weiß ich, dass ich mit einer Saugglocke in die Welt gezogen wurde. Meine Mutter sagt, das das wegen des Kopfumfangs gemacht worden sei. Mein Vater sagt, dass der diensthabende Arzt die Geburten immer tagsüber eingeleitet habe, damit er nachts nicht in die Klinik muss. Der heutige Tag könnte also mein „natürlicher“ Geburtstag sein. Wer weiß, ob es so war...
Alegria
https://www.youtube.com/watch?v=kMrNsFwTXJQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Die Bilder in dem Musikvideo sind Teil einer Kampagne zum 200-jährigen Jubiläum des Landes Mexiko. Das ist das Land, von dem sich Donald Trump mit einer Mauer abgrenzen will...
https://rainbop.blogspot.de/2016/03/mexico-stars-of-bicentennial.html
* In dem Film "Ausgerechnet Sibirien" leiht Natascha Nikeprelevic der Schauspielern beim Obertonsingen ihre Stimme. Ich habe Natascha Nikeprelevic mal bei einem Konzert erleben dürfen. Sehr beeindruckend!
https://www.youtube.com/watch?v=p1T3QArgcLk
---
Alle Beiträge zu Silvester 2016/2017:
Zeitenwende (1/12)
Gesundheit (2/12)
Leben (3/12)
Humor (4/12)
Natur (5/12)
Grenzen (6/12)
Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2010-08 in der Toscana
Meine beiden Großväter befürworteten den Nationalsozialismus bis in die 1940er Jahre hinein. +++ In der Familie wurde nur wenig über die Eltern während des Nationalsozialismus gesprochen, was mich neugierig werden ließ. Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit unserer Familiengeschichte auseinandergesetzt. +++ Mein Vater hat als Kind Flucht und Vertreibung aus der Heimat überlebt.
In der Schule war die Nazizeit sehr präsent. Uns wurden Filme über den Holocaust gezeigt, wir lasen Bücher wie „der gelbe Vogel“, „die Welle“ und „das Tagebuch der Anne Frank“. Bilder und Texte berührten mich. Oft liefen die Tränen. Beim Sprachaustausch schämte ich mich manchmal, aus Deutschland zu kommen. Der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ ist eines der deutschen Worte, die neben „Kindergarten“ und „Energiewende“ auch international bekannt sind.
Ich selbst habe mir damals vorgenommen, mir alles anzuschauen und nicht wegzusehen. Was ich dann weltweit zu sehen bekam, war in der Tat sehr schwerverdauliche Kost.
In Kriegszeiten gibt es Menschen, die andere Menschen vergewaltigen und danach töten, wie beim Massaker von Mỹ Lai (Son My) während des Vietnamkrieges.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_M%E1%BB%B9_Lai
In Friedenszeiten gibt es Menschen wie Joachim Kroll. Er war „der Menschenfresser von Duisburg“. Joachim Kroll wurde 1933 als sechstes von neun Kindern eines Bergmanns in Oberschlesien geboren. Mit dem Beginn der 1950er-Jahre kam Kroll nach Duisburg. 1976 wurde er gefasst, nachdem er ein vierjähriges Mädchen vom Spielplatz entführt, vergewaltigt und getötet hatte. 1979 begann der Prozess. 1982 wurde er wegen Mordes in acht Fällen und eines Mordversuchs verurteilt. Drei bis sechs weitere Morde tauchten nicht in der Anklageschrift auf. Sie konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Kurz nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1955 begann Joachim Kroll seine Mordserie. Diese Mordserie führte zu zahlreichen falschen Verdächtigungen von Männern, von denen sich einige deshalb umbrachten.
http://rainbop.blogspot.de/2015/10/die-wilde-rose.html
Joachim Kroll und seine Taten waren in den 1970er und 1980er Jahren in den Medien sehr präsent. Auch im Radio. Meine Mutter ließ das Radio oft laufen. So fand die Geschichte mit all ihren Details Zugang in die Gedanken- und Traumwelt eines kleinen Mädchens im Ruhrgebiet. Zum Zeitpunkt des Urteils war ich acht Jahre alt. Somit hat der Prozess meine gesamte Kindheit ab dem zarten Alter von zwei Jahren begleitet. Ein Tatort war auch in meiner Heimatstadt.
Sława Przybylska - Gdzie są kwiaty z tamtych lat? (1972)
https://www.youtube.com/watch?v=r9P-iG_g3vU&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Helle Blumen ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Die Zeit hat die Spur verwischt ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Jedes der Mädchen nahm eine Blume ...
Wer weiß, ob es so war ...
Wer weiß, ob es so war ...
Auf den Namen „Joachim Kroll“ bin ich zufällig 2012 gestoßen, weil ich nach dem Schauspieler Joachim Król gesucht und den Namen falsch eingegeben hatte. Król spielte in dem Film „Ausgerechnet Sibirien“, der 2012 neu in die Kinos kam. In dem Film fragt die schorische Sängerin Sajana* den deutschen Geschäftsreisenden Matthias Bleuel (Joachim Król), warum er keine Tomaten esse. Darauf antwortet er, dass er eine Allergie gegen Tomaten hätte. Wenn er Tomaten essen würde, könne er einen körperlichen Schock bekommen, an dem er sterben könne. Sajana rückt etwas näher: „Sterben ist fallen. Von einer Welt in andere.“ Sie steht auf. „Mach nicht so viel Angst vor Tomate. Und dann kommst zum Licht.“ Sie geht. In der nächsten Einstellung beißt Matthias in eine Tomate. Er sieht ein Licht im Haus von Sajana.
https://www.youtube.com/watch?v=2GjRc6pFrL0
Als der Vater von Joachim Kroll nicht aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkam, zog die Mutter mit den neun Kindern 1947 ins Ruhrgebiet, wo sie Anfang 1955 starb.
Joachim Król wurde 1957 in Herne als Sohn eines Bergmanns mit polnischen Vorfahren geboren. Der Name Król wird polnisch [kru:l] ausgesprochen. Vielleicht haben Król und Kroll gemeinsame Vorfahren. Sie kommen scheinbar aus der gleichen Gegend.
Kto wie czy było tak... Wer weiß, ob es so war...
2013 plante ich mit einer Freundin eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner männlichen Vorfahren in Schlesien. Mein Vater war seit der Flucht nicht mehr dort gewesen. Bei meiner Planung fuhr er virtuell mit: Mit Google Street View habe ich mit ihm Orte zusammen angeschaut, die für ihn in seiner Kindheit wichtig waren. Ein paar Orte haben die Freundin und ich dann real aufgesucht. Wir radelten von Krakau nach Breslau. Wie es der Zufall wollte, wurde an dem Tag, als wir in Görlitz ankamen, am Abend ein Film gezeigt, den ich schon seit längerem sehen wollte: „Aber das Leben geht weiter“ von Karin Kaper über Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine Besonderheit des Films ist die, dass ausschließlich Frauen zu Wort kommen.
https://www.youtube.com/watch?v=H8Klu4ZhESM
2012 machte ich eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner weiblichen Vorfahren. In den alten Kirchenbüchern einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg erfuhr ich interessante Details über meine Urgroßmutter und deren Familie, die nicht überliefert worden waren.
2010 war ich mehrmals im Europäischen Institut für Angewandten Buddhismus in der Tradition von Thich Nhat Thanh. Es war eine Zeit mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen. Ich bin in die Stille gekommen. Eine besondere Erfahrung war das Lied „Namo Avalokiteshvara“, das dem Bodhisattva des universellen Mitgefühls gewidmet ist.
Namo Avalokiteshvara EIAB 12-08-2014
https://www.youtube.com/watch?v=ntBfYFFlbV8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
1992 sah ich mir alle Folgen der Zweiten Heimat im Fernsehen an. Sie ist der zweite Teil der Filmtrilogie von Edgar Reitz.
https://www.youtube.com/watch?v=ff11q5_mlE0
Viele Jahre bin ich bereits im Internet unterwegs. Ich habe mir viel angeschaut und viel geschrieben. Meistens war ich mit Pseudonym und ohne Foto unterwegs. Ich habe den Schutz der Anonymität gesucht. Die Gedanken, die meine Angst vor Sichtbarkeit auslösten, habe ich nach und nach identifizieren können. Insbesondere mit der Methode von Byron Katie ist es mir gelungen, vielen Gedanken nach und nach ihre Macht zu nehmen. Und so ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich meine Frau stehen und Profil zeigen will. Ich will meine virtuelle Burka ablegen und Verantwortung übernehmen.
Mit anderen Menschen erarbeite ich gerade ein Konzept für eine Projektidee, die bald ans Tageslicht will. Ich wähle die Ruhe und die Stille, die nötig sind, um alles ausreifen zu lassen. Danke an alle, dass ihr meine virtuelle Burka bisher akzeptiert und mich gleichzeitig ernst nehmt. Mein besonderer Dank geht an die Gemeinschaft von Utopia! Ihr habt mir so viel beigebracht auf so vielen verschiedenen Ebenen. Oft saß ich mit Euch bis tief in die Nacht gedanklich ums Feuer. Lachend, streitend, singend und schweigend. Ihr seid einfach großartig! Danke auch an Claudia Langer, die ihre Frau gestanden hat und den Mut hatte, das Projekt utopia.de ins Leben zu rufen! Nicht zuletzt durch den Austausch auf dieser Plattform habe ich zu der Vision gefunden, die ich jetzt Schritt für Schritt zum Leben erwecken möchte. In einem der nächsten Beiträge will ich das Projekt vorstellen. Und dann wird auch mein Klarname öffentlich. So oder so.
Gestern war mein Geburtstag. Von meinen Eltern weiß ich, dass ich mit einer Saugglocke in die Welt gezogen wurde. Meine Mutter sagt, das das wegen des Kopfumfangs gemacht worden sei. Mein Vater sagt, dass der diensthabende Arzt die Geburten immer tagsüber eingeleitet habe, damit er nachts nicht in die Klinik muss. Der heutige Tag könnte also mein „natürlicher“ Geburtstag sein. Wer weiß, ob es so war...
Alegria
https://www.youtube.com/watch?v=kMrNsFwTXJQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Die Bilder in dem Musikvideo sind Teil einer Kampagne zum 200-jährigen Jubiläum des Landes Mexiko. Das ist das Land, von dem sich Donald Trump mit einer Mauer abgrenzen will...
https://rainbop.blogspot.de/2016/03/mexico-stars-of-bicentennial.html
* In dem Film "Ausgerechnet Sibirien" leiht Natascha Nikeprelevic der Schauspielern beim Obertonsingen ihre Stimme. Ich habe Natascha Nikeprelevic mal bei einem Konzert erleben dürfen. Sehr beeindruckend!
https://www.youtube.com/watch?v=p1T3QArgcLk
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Alle Beiträge zu Silvester 2016/2017:
Zeitenwende (1/12)
Gesundheit (2/12)
Leben (3/12)
Humor (4/12)
Natur (5/12)
Grenzen (6/12)
Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2010-08 in der Toscana
Kommentare (6)
Mein Vater (11/12)
Ein Gebäude, das in dem Ort Lusina in Polen steht, trägt den Nachnamen meines Vaters als Inschrift. Mein Ururgroßvater erbaute 1872 das Gebäude für eine Schnaps-Brennerei im damaligen Lüssen, das zu der Region Schlesien gehörte, die heute Śląsk heißt. Mein Vater wurde im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern und Brüdern aus seiner Heimat vertrieben. Sein Vater und seine Großmutter starben auf der Flucht. In der neuen Heimat im Ruhrgebiet ist mein Vater bis heute nicht ganz angekommen.
Sein Halbbruder ist im Krieg gefallen.
Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker - Es ist an der Zeit
https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Die Mauer zwischen Ost und West trennte später meinen Vater von seiner Mutter und seinen Brüdern. Ich erinnere mich, als wir einmal über die Grenze fuhren, um die Verwandten im Osten zu besuchen. Die Mauer mit den Grenzstreifen, die Selbstschussanlagen, die Wachtürme, die Maschinengewehre, die Blicke der Grenzposten und die Reaktion meiner Eltern machten mir Angst. Willkürlich wurden Autos herausgewunken. Manche mussten all ihr Gepäck öffnen und durchsuchen lassen. Vor den Augen der anderen. Die Grenzposten schienen, ihre Macht zu genießen. An die Mutter meines Vaters habe ich keine bewusste Erinnerung.
Bei der Erziehung hatte mein Vater strenge Regeln und eine harte Hand. Er wollte, dass ich seinen Regeln folge und drohte mit Gewalt, so dass ich mich selbst zwang, Dinge zu tun, die ich nicht wollte. Ich erinnere mich an eine Szene, als ich das Fleisch auf meinem Teller nicht essen wollte. Er schlug auf den Tisch und schimpfte laut: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“ Also schob ich das Fleisch unter Tränen in meinen Mund. Danach rannte ich zum Klo und übergab mich. Ich war damals jünger als 8 Jahre.
Er sagt, dass er Krieg, Flucht und Vertreibung gut verarbeitet habe. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass ich als Kind in Gedanken immer wieder den Koffer gepackt habe: Was will ich mitnehmen? Aufgrund der Erzählungen meines Vaters hatte ich Angst davor, dass die Russen kommen. Darauf wollte ich vorbereitet sein. Es war die Zeit des kalten Krieges.
Bobo – Winterlied
https://www.youtube.com/watch?v=mduFUkNBZo8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Mein Vater ist sehr interessiert an Geschichte, Politik, Gesundheit, Naturwissenschaften, etc. Er war und ist ein interessanter Gesprächspartner. Er weiß viel. Die Diskussionen mit meinem Vater waren teilweise sehr heftig und so habe ich gelernt, meinen Standpunkt klar und deutlich zu vertreten.
Er lacht gerne und laut. Und ich habe ihn schon öfters weinen sehen. Das erste Mal bei der Beerdigung seiner Halbschwester.
Auf meinem Weg unterstützt er mich bedingungslos. So unterstütze er mich schon früh in meinem Drang, die Welt zu entdecken. Eines Tages brachte er einen Daunenschlafsack mit. Ich freute mich sehr und schlief diese Nacht direkt im Schlafsack auf dem Boden. Ich träumte von Reisen, bei denen ich zelten würde. Er finanzierte die Reisen meiner Jugendzeit nach Irland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Tschechien. Den Schlafsack habe ich immer noch. Er hat mir auf unzähligen Reisen an unzähligen Orten, teilweise auch im Freien Wärme geschenkt.
Mein Vater kümmert sich rührend um die Singvögel im Winter. Überall verteilt er Futter. Und er beobachtet genau, welche Vögel kommen und wie sie das Futter annehmen. Auch kennt er schon die Routine des Eichhörnchens, das regelmäßig in den Garten kommt. Mein Vater hat im Garten mehrere Apfelbäume gepflanzt. Nach der Ernte gibt er mir jede Menge Äpfel mit, von denen ich weit in den Februar hinein zehre.
Reinhard Mey - Mein Apfelbäumchen
https://www.youtube.com/watch?v=_BBlLr2cJsY&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Mein Vater freut sich immer, wenn ich anrufe oder zu Besuch komme.
---
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Zeitenwende (1/12)
Gesundheit (2/12)
Leben (3/12)
Humor (4/12)
Natur (5/12)
Grenzen (6/12)
Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2013-05 in Udanin/Gäbersdorf
Sein Halbbruder ist im Krieg gefallen.
Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker - Es ist an der Zeit
https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Die Mauer zwischen Ost und West trennte später meinen Vater von seiner Mutter und seinen Brüdern. Ich erinnere mich, als wir einmal über die Grenze fuhren, um die Verwandten im Osten zu besuchen. Die Mauer mit den Grenzstreifen, die Selbstschussanlagen, die Wachtürme, die Maschinengewehre, die Blicke der Grenzposten und die Reaktion meiner Eltern machten mir Angst. Willkürlich wurden Autos herausgewunken. Manche mussten all ihr Gepäck öffnen und durchsuchen lassen. Vor den Augen der anderen. Die Grenzposten schienen, ihre Macht zu genießen. An die Mutter meines Vaters habe ich keine bewusste Erinnerung.
Bei der Erziehung hatte mein Vater strenge Regeln und eine harte Hand. Er wollte, dass ich seinen Regeln folge und drohte mit Gewalt, so dass ich mich selbst zwang, Dinge zu tun, die ich nicht wollte. Ich erinnere mich an eine Szene, als ich das Fleisch auf meinem Teller nicht essen wollte. Er schlug auf den Tisch und schimpfte laut: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“ Also schob ich das Fleisch unter Tränen in meinen Mund. Danach rannte ich zum Klo und übergab mich. Ich war damals jünger als 8 Jahre.
Er sagt, dass er Krieg, Flucht und Vertreibung gut verarbeitet habe. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass ich als Kind in Gedanken immer wieder den Koffer gepackt habe: Was will ich mitnehmen? Aufgrund der Erzählungen meines Vaters hatte ich Angst davor, dass die Russen kommen. Darauf wollte ich vorbereitet sein. Es war die Zeit des kalten Krieges.
Bobo – Winterlied
https://www.youtube.com/watch?v=mduFUkNBZo8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Mein Vater ist sehr interessiert an Geschichte, Politik, Gesundheit, Naturwissenschaften, etc. Er war und ist ein interessanter Gesprächspartner. Er weiß viel. Die Diskussionen mit meinem Vater waren teilweise sehr heftig und so habe ich gelernt, meinen Standpunkt klar und deutlich zu vertreten.
Er lacht gerne und laut. Und ich habe ihn schon öfters weinen sehen. Das erste Mal bei der Beerdigung seiner Halbschwester.
Auf meinem Weg unterstützt er mich bedingungslos. So unterstütze er mich schon früh in meinem Drang, die Welt zu entdecken. Eines Tages brachte er einen Daunenschlafsack mit. Ich freute mich sehr und schlief diese Nacht direkt im Schlafsack auf dem Boden. Ich träumte von Reisen, bei denen ich zelten würde. Er finanzierte die Reisen meiner Jugendzeit nach Irland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Tschechien. Den Schlafsack habe ich immer noch. Er hat mir auf unzähligen Reisen an unzähligen Orten, teilweise auch im Freien Wärme geschenkt.
Mein Vater kümmert sich rührend um die Singvögel im Winter. Überall verteilt er Futter. Und er beobachtet genau, welche Vögel kommen und wie sie das Futter annehmen. Auch kennt er schon die Routine des Eichhörnchens, das regelmäßig in den Garten kommt. Mein Vater hat im Garten mehrere Apfelbäume gepflanzt. Nach der Ernte gibt er mir jede Menge Äpfel mit, von denen ich weit in den Februar hinein zehre.
Reinhard Mey - Mein Apfelbäumchen
https://www.youtube.com/watch?v=_BBlLr2cJsY&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Mein Vater freut sich immer, wenn ich anrufe oder zu Besuch komme.
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Alle Beiträge zu Silvester 2016/2017:
Zeitenwende (1/12)
Gesundheit (2/12)
Leben (3/12)
Humor (4/12)
Natur (5/12)
Grenzen (6/12)
Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2013-05 in Udanin/Gäbersdorf
Meine Mutter (10/12)
Meine Mutter erlebte als kleines Kind mit sechs Jahren im August 1944 einen der Bombenangriffe auf Kaiserslautern in einem Luftschutzkeller eines Hotels. Das Hotel wurde dabei zerstört. Ihr Vater erlebte den Angriff in einer Kaserne in der Nähe. Nach dem Angriff ging ihre Mutter mit beiden Kindern Richtung Kaserne. Ihr Vater ging Richtung Hotel. Sie trafen sich auf halber Strecke und waren erleichtert, dass sie überlebt hatten und unverletzt waren.
Kaiserslautern im Bombenhagel
http://rainbop.blogspot.de/2016/01/kaiserslautern-im-bombenkrieg.html
Ihr Vater war als Soldat beim Feldzug in Russland dabei und erlebte die Kesselschlacht von Demjansk. Wegen eines abgefrorenen Zehs kam er in ein Lazarett, das in der Tschechoslowakei lag. Der Zeh wurde ihm amputiert. Dafür konnte er das Schlachtfeld verlassen. 1945 kam er in Kriegs-Gefangenenschaft in Frankreich. Ein Jahr lang musste er in einem Steinbruch arbeiten. Er überlebte Krieg und Gefangenschaft. Eine unversehrte Feldausgabe von Goethes Faust brachte er mit nach Hause. Ich kann mich an keine Erzählungen über den Krieg von ihm erinnern. Einmal fragte ich nach, wie es gewesen war. Seine Antwort war ein Wort: „schrecklich“. Dabei hatte er den Blick, den ich so oft an ihm sah: Er ging ins Leere.
Ihre Mutter hatte einen Beruf erlernt, was in der Zeit nicht so üblich war. Ich lernte sie als Hausfrau kennen, die für das Essen verantwortlich war und sich um den Garten kümmerte. Meine Mutter wollte auch finanziell unabhängig sein und verdiente selbst das Geld für das Studium ihres Wunschberufs. Dann wurde sie Mutter von zwei Kindern und Hausfrau. Seit meiner Geburt hat sie nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet, obwohl sie Jobangebote erhielt. Sie wollte immer für ihre Kinder da sein. Sie hatte viel Angst um mich und ließ mich oft nicht alleine raus. Erst wenn ich mit anderen Kindern verabredet war, ließ sie mich gehen.
Meine Mutter hörte früher gerne WDR 4. In meiner Kindheit tat ich es ihr gleich. Mein Lieblingslied damals:
Alexandra - Sehnsucht (Das Lied der Taiga)
https://www.youtube.com/watch?v=AdbsVqD1CB8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Als ich mir mit 12 oder 13 Jahren eine Dokumentation aus dem Schlachthof ansah, fragte sie: „Warum schaust Du Dir das auch an?“ Ich selbst wurde daraufhin Vegetarierin und war damit die einzige in meiner Umgebung. Ich wollte einfach nicht dafür verantwortlich sein, was in den Schlachthäusern dieser Welt passiert.
Gegen den Willen meiner Mutter habe ich Dinge durchgesetzt, die mir wichtig waren. In einem Ferienjob habe ich damals als einzige die vereinbarten drei Wochen lang in sengender Hitze zwischen dornigen Rosensträuchern Unkraut gejätet. Meine zwei Freundinnen hatten bereits nach kurzer Zeit aufgegeben. Meine Mutter hatte nicht gewollt, dass ich dort arbeite. Das ließ mich durchalten. Mit 16 Jahren bin ich das erste Mal alleine nach Irland gefahren, was für mich eine prägende und positive Erfahrung war. Auch das hatte sie nicht gewollt. Das ständige „Nein“ hat meinen Willen gestärkt: Ich bleibe dran, wenn ich etwas erreichen will und wenn ich spüre, dass es mir wichtig ist.
Meine Mutter hat eine ausgeprägte Liebe zu Pflanzen. Sie geht gerne in botanische Gärten und kennt die lateinischen Namen der Pflanzen. In jedem Zimmer finden sich Zimmerpflanzen. Auf der Terrasse hat sie unzählige Pflanzen. Einer Nordmann-Tanne, die sie im Vorgarten gepflanzt hatte, schaute sie beim Wachsen zu. Sie wurde schließlich so groß, dass mein Vater Angst bekam, dass sie bei einem Sturm umfallen und das Haus beschädigen könne. Er wollte die Tanne fällen. Meine Mutter beschütze sie lautstark. Nach einem starken Sturm willigte sie schließlich doch ein.
Früher wie heute schaut sie gerne die Karnevalssendung „Mainz, wie es singt und lacht“ an. Das war meine erste Begegnung mit dem Karneval. Sie hat Humor und lacht gerne.
Das Lebensmotto meiner Mutter:
Mach es wie die Sonnenuhr,
zähl die heiteren Stunden nur
Meine Mutter will immer wissen, was in der Welt los ist. Sie hört Radio und schaut viel Fernsehen. 2012 schenkten wir meiner Mutter ein iPad. Sie nutzt es inzwischen sehr intensiv.
Eines ihrer Lieblingslieder, das sie sich auf dem iPad anschaut:
Vicky Leandros - Ich liebe das Leben
https://www.youtube.com/watch?v=vpq05GA4D6M&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Meine Mutter freut sich immer, wenn ich anrufe oder zu Besuch komme.
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Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2012-08 in Adelsheim
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Donnerstag, 26. Januar 2017
Liebe (9/12)
Während eines Workshops in Paris im Juli 2015 arbeitete Byron Katie mit einem Teilnehmer, der betroffen war angesichts des blutigen Attentats auf Charlie Hebdo im Januar 2015. Im Laufe des Gesprächs sagt Byron Katie:
„Liebe ist genau hier, genau jetzt.
Liebe ist Realität.
Die Realität ist immer freundlicher als die Geschichte,
die wir uns über sie erzählen.
Immer und vollständig.“
Weil ich das Gespräch als sehr wertvoll ansehe, erstelle ich gerade das englischsprachige Transkript. Ich will es im Internet abspeichern.*)
https://www.youtube.com/watch?v=FGvUVY-vNyQ
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*) 10.04.2017 Das englischsprachige Transkript zu dem Video mit Byron Katie ist fertig... "I invite the terrorist in you to come and join me"...
http://rainbop.blogspot.de/2017/04/byron-katie-work-on-terrorism.html
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Tryo - CHARLIE | #JeSuisCharlie
https://www.youtube.com/watch?v=yNpOz44RM20&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Will ich etwas von anderen?
Rammstein - Ich will
https://www.youtube.com/watch?v=EOnSh3QlpbQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Oder will ich etwas von mir?
ZAZ - je veux
https://www.youtube.com/watch?v=VWbdcNmGYJU&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Manchmal kommt bedingungslose Liebe von einer Person, von der wir es am Wenigsten erwarten.
Human: Finding love.
https://www.youtube.com/watch?v=afvN6se3Yug
Frieden beginnt,
wenn wir beginnen,
unsere negativen Gedanken über andere und uns selbst in Frage zu stellen.
Liebe ist immer da.
In allem, was ist.
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Bild: 2010-04 in Waldbröl (Kirschblüte)
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Samstag, 21. Januar 2017
Musik (8/12)
Das Chor-Experiment mit Einwohnern von Sasbachwalden und Flüchtlingen. Der charismatische junge Chorleiter, Musiklehrer und Kirchenmusiker Patrick Bach ist überzeugt: "Jeder kann singen". Eine seiner Grundüberzeugungen dabei:"Gemeinsam musizieren hilft, Probleme zu lösen!" In Sasbachwalden soll Bach aus Flüchtlingen und Dorfbewohnern einen Chor bilden. Wie er sehr schnell feststellt: Alles andere als ein einfaches Unterfangen.
Das Video ist noch bis zum 23.03.2017 verfügbar und wird in diesem interessanten Strang verlinkt: http://www.utopia.de/gruppen/1000-gute-nachrichten-menschen-und-151/diskussion/auch-du-kannst-singen-211597
Das Projekt "Playing For Change" nutzt die Möglichkeiten der heutigen Technik und bringt Menschen zusammen, die an verschiedenen Orten der Welt Musik machen: Songs Around The World
https://www.youtube.com/playlist?list=PLC122061BDC373B4B
Zitat Anfang
Playing For Change ist eine Bewegung, die geschaffen wurde, um die Welt durch Musik zu inspirieren und zu verbinden. Die Idee für dieses Projekt kam von einem gemeinsamen Glauben, dass die Musik die Macht hat, Grenzen zu brechen und Distanzen zwischen Menschen zu überwinden.
Das Erstellen von "Songs Around The World" inspirierte uns dazu, viele der größten Musiker zusammen zu bringen, die wir während unserer Reise bei der Entstehung der Playing For Change Band kennengelernt haben. Diese Musiker kommen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen, aber durch Musik sprechen sie die gleiche Sprache. Die PFC Band ist nun auf Tournee der Welt und verbreitet die Botschaft der Liebe und Hoffnung für das Publikum überall.
Das wahre Maß jeder Bewegung ist das, was es den Menschen zurückgibt. Wir haben die Playing For Change Foundation gegründet, eine 501(c)3 gemeinnützige Organisation, die sich dem Aufbau von Musik- und Kunstschulen für Kinder auf der ganzen Welt widmet und die Hoffnung und Inspiration für die Zukunft unseres Planeten schafft.
Egal, wer du bist oder woher du kommst, wir sind alle durch Musik vereint.
Zitat Ende
Der Dokumentarfilm "Sound of Heimat" beleuchtet die Musik-Kultur in Deutschland:
"Hayden Chisholm, ein junger schottisch-neuseeländischer Musiker, begibt sich auf eine musikalische Entdeckungsreise in die Sphären der deutschen Volksmusik – vorurteilsfrei und voller Neugier. Das gestörte Verhältnis der Deutschen zu diesem Genre befremdet ihn. Er möchte verstehen, „warum die Leute ein Problem mit der Volksmusik haben? Warum denen das sogar peinlich ist zum Teil?“. Und so begibt sich Hayden auf Reisen, trifft auf sympathische, begeisterte, höchst musikalische Menschen, die die andere, die „wirkliche“ Seite der Volksmusik zeigen, die so anders klingt, so weit weg ist von der volkstümlichen Hitparade mit ihrer Heimattümelei. SOUND OF HEIMAT ermöglicht uns einen unvoreingenommenen Blick auf Tradition und Brauchtum, macht Lust auf Musik und Gesang und bietet uns Einblicke in eine Welt, von der wir glaubten, Abstand nehmen zu müssen und die uns doch so nah ist."
http://www.soundofheimat.de/
Mich persönlich hat zwischen 2005 und 2010 das Chorprojekt von Nicole Nagel sehr geprägt. Dort entdeckte ich verschiedene Facetten meiner Stimme und ich fand den Mut, vor anderen Menschen zu singen.
http://www.nicole-nagel.de/avenbachtale_chor/index.html
Die Arrangements stammten fast ausschließlich von Ida Kelarova und Zeitenwende (1/12)
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Musik (8/12)
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Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)Dezo Desiderius.
Ida Kelarova +Čhavorenge (o.s.Miret) + Česká filharmonie- Hej romale
https://www.youtube.com/watch?v=gmuUiw-PFuA&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Was mit Körper und Stimme noch alles möglich ist, probieren verschiedene Gruppen aus.
Perpetuum Jazzile - Africa
https://www.youtube.com/watch?v=yjbpwlqp5Qw&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
Fast allen Beiträgen habe ich jetzt mindestens ein Lied hinzugefügt. Auch wenn wir den Text nicht verstehen, so spüren wir doch meistens, um was es geht.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
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Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)
Bild: 2007-08 in Hürth
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Montag, 16. Januar 2017
Internet (7/12)
Die Möglichkeiten des Internets sind enorm. Von Anfang an war ich begeistert vom Internet. Bereits 1999 hatte ich meine erste Internetseite: „Ich bin drin“. Ich streute den Link überall. Ständig schaute ich bei Google, ob ich bereits zu finden bin. Ich freute mich, wenn der Link nach oben rutschte.
2001 war es dann mit meiner unbekümmerten Begeisterung vorbei. Über eine Kleinanzeige hatte ich Kontakt mit einem Mann aufgenommen, den ich an einem Mittwoch-Abend in einem Biergarten traf. Ich war neugierig und dachte, dass ich nichts zu verlieren hätte. Das Treffen war nett. Ein weiteres Treffen stand als Option im Raum. Direkt nach unserem Treffen bombardierte er mich auf allen Kanälen mit Nachrichten: SMS, Anrufe, E-Mail. Mein Interesse kühlte schlagartig ab. In der Nacht von Samstag auf Sonntag nach unserem ersten Treffen stand er überraschend vor meiner Wohnungstür, als ich nach Hause kam. Er hatte meine Wohnadresse mit Hilfe meines Klarnamens recherchiert. Es ist nichts weiter passiert und er ist gegangen. Und doch hat es Spuren hinterlassen. Ich löschte meine Spuren im Internet so gut es ging. Relativ bald zog ich in eine andere Wohnung um.
In der zweiten Wohnung hörte ich dann eines Tages Schreie, die mich sehr beunruhigten. Sie gingen durch Mark und Bein. Ich überlegte kurz, die Polizei anzurufen, was ich dann doch unterließ. Ein paar Tage später sah ich einen Polizeihubschrauber in der Luft, der mit Suchscheinwerfern den Boden absuchte. Ich ahnte bereits einen Zusammenhang mit den Schreien. Später dann stand es in den Nachrichten: Ende April 2004 wurde die damals 21-jährige Giuseppina di L. aus Fürth mit 83 Messerstichen von dem 33-jährigen Marco R.ermordet. Die beiden hatten sich über das Internet kennengelernt. Tatort war ein uneinsichtiger Bereich am Fuchssteg an der Pegnitz, unweit von meiner damaligen Wohnung.
http://www.nordbayern.de/2.209/2.192/tater-spielte-sich-als-helfer-auf-1.717547
Information
Im Internet schaute ich mir über die Jahre sehr viel an. Viel Positives und auch viel Negatives. Umweltzerstörung, Massentierhaltung, Kriege, … Ich habe viel geweint, viel gelitten. Immer wieder hörte ich die Frage: „Warum schaust du Dir das alles an?“ Ich wollte einfach hinsehen. Es war wie ein innerer Drang.
Wenn in China ein Reissack umfällt, gibt es heute vielleicht sogar eine Webcam, die das Ereignis aufzeichnet. Mich fasziniert, dass in Finnland sämtliche Landstraßen mit Webcam ausgestattet sind:
http://rainbop.blogspot.de/2010/12/finnland.html
2012 haben wir meiner Mutter ein iPad geschenkt. Mein Bruder und mein Vater waren skeptisch. Meine Mutter tut sich schwer mit neuer Technik. Nach einer Einführung in die Funktion arbeitet sie inzwischen sehr viel mit dem iPad. Sie ist dankbar für das Fenster zur Welt. Immer wieder sucht sie gezielt nach Themen, die sie interessieren.
Sprachen
Die kostenlose Übersetzung wird immer besser, so dass ich die verschiedenen Übersetzungen des Daodejing Schriftzeichen für Schriftzeichen nachvollziehen kann.
https://rainbop.blogspot.de/2016/05/dao-de-jing-content.html
https://rainbop.blogspot.de/2016/04/daodejing.html
Fremde Sprachen stellen keine Barriere mehr dar:
https://rainbop.blogspot.de/search/label/*others
Soziale Medien
Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht: Zwei Ohren. Und ein Mund.
Unterhaltung in den sozialen Medien: Zwei Augen. Und zwei Hände.
Wikipedia, YouTube, Facebook, Twitter, Blogs, Foren, … Menschen teilen Dinge, die ihnen gefallen und investieren Zeit, um anderen Menschen Dinge zugänglich zu machen.
Sascha Lobo zitiert Hans Hoff mit den Worten: "Es ist nicht schlimm, dass sich heutzutage jeder Depp öffentlich äußern kann. Das ist gut für eine Demokratie. Es ist indes schlimm, dass heutzutage jeder Depp ernst genommen wird, dass so getan wird, als wäre noch die abstruseste Theorie eine Meldung wert."
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-kolumne-hilferuf-an-die-mindestens-durchschnittlich-begabten-a-1072955.html
Wie können wir die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation nutzen?
Utopia und der globale Turnaround
http://www.utopia.de/gruppen/ich-bin-utopia-547/diskussion/utopia-und-der-globale-turnaround-199267
Alanis Morissette - Utopia
https://www.youtube.com/watch?v=LuqTQ0WSjgA&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1
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Mein Vater (11/12)
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Bild: 2008-10 in China
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