Montag, 31. Januar 2011

Steine

Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Sonntag, 30. Januar 2011

Clean-IT

Clean-IT setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der weltweiten Computerindustrie ein. Mit Unterstützung europäischer KonsumentInnen üben wir Druck auf Computermarkenfirmen aus, Verantwortung für die Arbeitsbedingungen und ökologischen Auswirkungen der Herstellung ihrer Produkte zu übernehmen.

http://www.clean-it.at/

In Computern, Handys und anderen elektronischen Geräten stecken hunderte verschiedene Bauteile - und damit auch jede Menge giftige Chemikalien. Das größte Problem sind bromierte Flammschutzmittel und PVC sowie Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Die Chemikalien reichern sich zum Beispiel in der Umwelt an und schädigen unsere Gesundheit. Einige Firmen haben sich bereits verpflichtet, auf diese Schadstoffe in Zukunft komplett zu verzichten.

Greenpeace fordert von der gesamten Branche, das Gift aus den Geräten zu verbannen. Infos, Studien und Ergebnisse: http://www.greenpeace.de/themen/chemie/elektroschrott/

Die Übersichtsseite auf englisch: http://www.greenpeace.org/international/en/campaigns/toxics/electronics/ 

Samstag, 29. Januar 2011

Was bedeutet „Man soll sich nicht schuldig machen“?

Harald Welzer wählt in einem Interview die Formulierung „Man soll sich nicht schuldig machen“. Aber was bedeutet das? Ein paar Gedanken zum Thema Schuld.
Bei Wikipedia steht:

"Der Zustand der Schuld entsteht, wenn jemand für einen Verstoß gegenüber einer sittlichen, ethisch-moralischen oder gesetzlichen Wertvorstellung verantwortlich ist. Beispielsweise kann dies ein bewusster Verstoß gegen ein Verbot sein (zum Beispiel Diebstahl) oder auch der fahrlässige Verstoß gegen ein Verbot (zum Beispiel Fahrlässige Tötung). In der Regel wird davon ausgegangen, dass nur eine einzelne Person für ihre Schuld einzustehen hat und ihr die Schuld anderer nicht zurechenbar ist. So wird sowohl das Einstehenmüssen einer Gruppe für die Schuld anderer (Kollektivschuld, Sippenhaft) also auch die Vererbbarkeit von Schuld (Erbsünde) häufig abgelehnt. Schuld ist demnach höchstpersönlich."

Wenn wir uns unser Leben in der globalisierten Wirtschaftswelt anschauen, wird es sehr schwierig, den eigenen Anteil am Zustand der Welt zu erkennen. Bin ich schuldig, wenn ich ein öffentliches Verkehrsmittel nutze, das mit einem Brennstoff angetrieben wird, der hier oder woanders die Umwelt zerstört und Menschen womöglich um ihre Lebensgrundlage bringt? Oder bin ich schuldig, wenn ich mich so sehr in NGOs für eine „nachhaltigere“ Welt einsetze, dass ich nur noch Aushilfejobs bei Firmen ausüben kann, die wiederum hier oder in anderen Teilen der Welt für großes Elend sorgen?

Ich denke, dass wir hier mit dem Begriff der Schuld nicht weiterkommen.

Der kategorische Imperativ bei Wikipedia:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Nach meiner Interpretation geht es dabei um Eigenverantwortung und um selber denken. Und nicht um Schuld.

Siehe auch:
Warum ich kein Gutmensch sein will
Nenne mich bei meinem wahren Namen
Nachhaltig Leben im Selbstversuch

Das Interview:
“Wenn ich diesen Dreck nicht mehr esse, ist das kein Verzicht”
 

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Freitag, 28. Januar 2011

Internet-Junkies

Die Indikationen einer Onlinesucht / Computersucht
Copy & Paste:

Immer mehr Menschen leiden darunter, dass sie sich nicht mehr vom Bildschirm lösen können. Der Computer oder die Spielkonsole werden zum beinahe einzigen Lebensinhalt. Sie vernachlässigen Freunde, Familie und Lebenspartner zugunsten virtueller Zufallsbekanntschaften. Sie gehen übermüdet ihrem Beruf nach, spüren dass ihre Konzentration oder Ausdauer nachlässt und isolieren sich zunehmend von ihrer Umwelt. Der Computer bleibt oft auch nachts an, der Schlaf wird gestört. Arbeitsplatzverlust und massive Konflikte in der Partnerbeziehung drohen.

Häufig gelingt es den Betroffenen nicht, sich aus eigener Kraft von der Computer- oder Internetsucht zu befreien. In vielen Fällen sind Depressionen oder Ängste Folge der exzessiven Computernutzung. Ihrem Problem stehen sie wie auch ihre Angehörigen meist hilflos gegenüber. Spezialisierte Anlaufstellen sind rar.

Für Menschen mit einer drohenden oder bereits bestehenden Onlinesucht (Internetsucht, Computerspielsucht, Computersexsucht) bieten wir neben der Behandlung der begleitenden emotionalen Störungen, Ängste oder Selbstwertprobleme eine wöchentliche Spezialgruppe an. Durch unsere medienfreien Klinikräume schaffen wir für die Betroffenen ein Umfeld, in dem sie ihr reales Leben außerhalb der virtuellen Realität wieder erblühen lassen können. Das positive Gefühl echter zwischenmenschlicher Kontakte kann innerhalb der Therapeutischen Gemeinschaft erlebt werden. Schließlich vermitteln wir konkrete Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Computer.

Quelle: http://www.adula-klinik.de/krankheitsbilder/indikationen-computer.php



Höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen.

Utopia kann süchtig machen und liefert dabei auch noch sehr gesellschaftsfähige Ausreden: ich bekomme Informationen, ich kann meine Dialog-Fähigkeiten trainieren, wir können zusammen vielleicht sogar eine nachhaltigere Welt schaffen...

Meine Online-Zeit will ich ab sofort drastisch reduzieren. Und wenn mir das nicht gelingt, werde ich mich eben sperren lassen. Ich weiß ja jetzt, wie das geht ;-)

CARPE DIEM. Nutze den Tag. 
 

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Donnerstag, 27. Januar 2011

Wie im Himmel

Ein Film für alle Menschen, die singen und für alle, die glauben, dass sie nicht singen können. Und auch für alle, die mit Singen eigentlich gar nix am Hut haben...

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=6N79TftcI-s

http://wie-im-himmel-derfilm.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Wie_im_Himmel

Wie im Himmel

Ein Film für alle Menschen, die singen und für alle, die glauben, dass sie nicht singen können. Und auch für alle, die mit Singen eigentlich gar nix am Hut haben...
Daniel Dareus ist ein weltbekannter Dirigent. Mit jedem Konzert wird sein Ruhm ein bisschen größer. Nicht jedoch sein Glück. Schon als Kind träumte er davon, durch die Musik die Herzen der Menschen zu erreichen, doch scheint er sich nur immer weiter von ihnen zu entfernen. Nach einem Zusammenbruch auf offener Bühne tritt Daniel den Rückweg an.

Er lässt die große Welt hinter sich und kehrt in sein schwedisches Heimatdorf zurück. Es liegt weit von jeder Stadt entfernt in malerischer Landschaft. Ein gemischter Kirchenchor aus Laien ist die einzige Form der Musik, die ihm dort begegnet. Doch als er mit diesem Chor zu proben beginnt, wird er mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seiner Hingabe an die Musik bald zu einem Fixpunkt der kleinen Dorfgemeinschaft, die sich in glühende Verehrer und wütende Feinde teilt.

Daniels Anwesenheit wird zu einem Katalysator für alte Sehnsüchte und lange schwelende Konflikte. Als er zarte Liebesbande mit der hübschen blonden Lena knüpft, treten sofort Neider und Eifersüchtige auf den Plan. Die Wellen schlagen hoch, doch bald ist die positive Wirkung seiner Arbeit nicht mehr zu übersehen, und Daniel begreift, dass er nicht nur die Herzen der anderen, sondern auch sein eigenes Herz für das Glück geöffnet hat. (Originaltitel - Sa som i Himmelen) © 2006 Prokino

http://wie-im-himmel-derfilm.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Wie_im_Himmel

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=6N79TftcI-s

Gabriellas Sång
http://rainbop.blogspot.de/2011/01/wie-im-himmel.html
 

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Mittwoch, 26. Januar 2011

Chinesisch Lernen, Lektion 1

Heute lernen wir den chinesischen Ausdruck für Krise.

Simp. Chinesisch: 危机
Pinyin: wēi jī
Deutsch: Krise

危 (wēi) = Gefahr
机 () = Gelegenheit, Chance


Anmerkung: Die chinesischen Schriftzeichen werden nicht in allen Browsern angezeigt.
Mozilla Firefox: Ja, Mircosoft Internet Exporer: Nein
 

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Offener Brief an meinen utopischen Freundeskreis

Ich wünsche mir ein Ende der Diskussionen & Streit-Kultur und den Beginn einer Dialog-Kultur.
Liebe Freundinnen und Freunde auf Utopia,

in den letzten Tagen hat sich auf utopia.de wieder ein regelrechter Streit entwickelt. Es werden Formulierungen gewählt, die unterschiedlich wahrgenommen werden. Die einen lesen darin Beleidigungen oder Polemik, während die anderen ihre Beiträge für freie Meinungsäußerung halten.

Seit Veröffentlichung des Exodus-Beitrags (utopia-krise-2-0-der-exodus-geht-weiter) habe ich meine Anwesenheit auf utopia.de erhöht und hier viele Stunden meines Lebens investiert, um Beiträge zu schreiben. Mein Anliegen dabei: Wie können wir aus der Diskussion in einen Dialog kommen?

Ich wünsche mir ein Ende der Diskussionen & Streit-Kultur und den Beginn einer Dialog-Kultur.

Wir haben vielleicht nicht mehr viel Zeit: https://utopia.de/0/gruppen/oya-anders-denken-anders-769/diskussion/auf-in-die-post-kollaps-gesellschaft-193015

Zitat: „Die Kraft der Vision wird zur Orientierung: Was brauche ich dann, was will ich retten, was ist vorbei? Wofür lohnt sich heute mein Einsatz? Wer sind meine Verbündeten? Was braucht eine nachhaltige Welt an Technik? Wie können wir sie schon heute lebensfördernd schaffen? Wie stellen wir sicher, dass sie »danach« lebensfördernd angewendet wird?“

Wo und mit wem wir diese Vision kreieren ist letztlich egal. Hauptsache wir fangen damit an!

In dem Sinne: Frohes Schaffen!

Viele Grüße,
lukita 
 

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Dienstag, 25. Januar 2011

Nenne mich bei meinem wahren Namen

Ein Brief, ein Gedicht und ein Lied.
Ein Zitat aus: "Peace is Every Step: The Path of Mindfulness in Everyday Life" von Thich Nhat Hanh

Der englische Original-Text findet sich hier: Die empathische Zivilisation. Wege zu einem globalen Bewusstsein.
 

In Plum-Village dem Dorf, in dem ich in Frankreich wohne, erhalten wir viele Briefe von den Flüchtlingslagern in Singapur, in Malaysia, in Indonesien, in Thailand und in den Philippinen, Hunderte jede Woche. Es ist sehr schmerzlich, sie zu lesen, aber wir müssen es tun, wir müssen im Kontakt sein. Wir versuchen unser Bestes, um zu helfen, aber das Leiden ist enorm, und manchmal werden wir entmutigt. Es wird gesagt, dass die Hälfte der Boots-Flüchtlinge im Ozean stirbt. Gerade mal die Hälfte kommt an den Ufern in Südostasien an, und selbst dann sind sie möglicherweise noch nicht sicher.

Es gibt viele jungen Mädchen, Boots-Flüchtlinge, die von den Seepiraten vergewaltigt werden. Obwohl die Vereinten Nationen und viele Länder versuchen, der Regierung von Thailand zu helfen, diese Art der Piraterie zu verhindern, fahren Seepiraten fort, den Flüchtlingen viel Leiden zuzufügen. Eines Tag erhielten wir einen Brief, der von einem jungen Mädchen auf einem kleinen Boot erzählte; das Mädchen wurde von einem siamesischen Piraten vergewaltigt. Sie war erst zwölf und sie sprang in den Ozean und ertränkte sich.

Wenn Sie zuerst von etwas Ähnlichem erfahren, ärgern Sie sich über den Piraten. Sie nehmen natürlich die Seite des Mädchens ein. Wenn Sie tiefer schauen, sehen Sie es anders. Wenn Sie die Seite des kleinen Mädchens einnehmen, dann ist es einfach. Sie müssen nur ein Gewehr nehmen und den Piraten erschießen. Aber wir können das nicht tun. In meiner Meditation sah ich, dass, wenn ich im Dorf des Piraten geboren wäre und unter den gleichen Bedingungen aufgewachsen, es eine große Wahrscheinlichkeit gibt, dass ich ein Pirat werden würde. Ich sah, dass viele Babys entlang des Golfes von Siam geboren werden, täglich Hunderte. Und wenn wir Erzieher, Sozialarbeiter, Politiker und andere nicht etwas an dieser Situation tun, werden einige von ihnen in fünfundzwanzig Jahren zu Seepiraten. Das ist sicher. Wenn Sie oder ich heute in jenen Fischerdörfern geboren wären, könnten wir Seepiraten in fünfundzwanzig Jahren werden. Wenn Sie ein Gewehr nehmen und den Piraten erschießen, sind wir gewissermaßen alle für diese Sachlage verantwortlich.

Nach einer langen Meditation schrieb ich dieses Gedicht. In ihm gibt es drei Leute: das 12-jährige Mädchen, den Piraten und mich. Können wir einander betrachten und uns ineinander erkennen? Der Titel des Gedichtes ist "Nenne mich bei meinem wahren Namen", weil ich so viele Namen habe. Wenn ich einen dieser Namen höre, muss ich "Ja" sagen.

Bitte, nenne mich bei meinem wahren Namen!

Sage nicht, dass ich morgen gehen werde,
selbst heute bin ich noch dabei anzukommen.

Schaue ganz tief: Jede Sekunde komme ich an,
sei es als Knospe an einem Frühlingszweig
oder als winziger Vogel mit noch zarten Flügeln,
der im neuen Nest erst singen lernt.
Ich komme an als Raupe im Herzen der Blume
oder als Juwel, verborgen im Stein.
Ich komme stets gerade erst an, um zu lachen und zu weinen,
mich zu fürchten und zu hoffen.

Der Schlag meines Herzens ist Geburt und Tod
von allem, was lebt.

Ich bin die Eintagsfliege,
die an der Wasseroberfläche des Flusses schlüpft.
Und ich bin auch der Vogel,
der herabstürzt, um sie zu schnappen.

Ich bin der Frosch, der vergnüglich
im klaren Wasser eines Teiches schwimmt.
Und ich bin die Ringelnatter,
die in der Stille herankommt und
sich vom Frosch ernährt.

Ich bin das Kind aus Uganda, nur Haut und Knochen,
mit Beinchen so dünn wie Bambusstöcke.
Und ich bin der Waffenhändler,
der todbringende Waffen nach Uganda verkauft.

Ich bin das zwölfjährige Mädchen,
Flüchtling in einem kleinen Boot,
das von Piraten vergewaltigt wurde
und nur noch den Tod im Ozean sucht.
Und ich bin auch der Pirat,
mein Herz ist noch nicht fähig,
zu erkennen und zu lieben.

Ich bin ein Mitglied des Politbüros
mit reichlich Macht in meinen Händen.
Und ich bin der Mann,
der sein Blutzoll an sein Volk zu zahlen hat
und langsam in einem Arbeitslager stirbt.

Meine Freude ist wie der Frühling. So warm,
dass sie die Blumen auf der ganzen Erde erblühen lässt.
Mein Schmerz ist wie ein Tränenstrom. So mächtig,
dass er alle vier Meere ausfüllt.

Bitte, nenne mich bei meinem wahren Namen!
Damit ich all mein Weinen und Lachen zugleich hören kann.
Damit ich sehe, dass meine Freude und mein Schmerz eins sind.
Bitte, nenne mich bei meinem wahren Namen!
Damit ich erwache!
Damit das Tor meines Herzens
von nun an offen steht,
das Tor des Mitgefühls.

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Sonntag, 23. Januar 2011

Brauchen wir eine Brücke für „Otto-Normalverbraucher“?

Wenn wir einen Fluss, eine Straße oder ein ähnliches „Hindernis“ haben und von der einen Seite auf die andere wollen, sind wir uns sicherlich einig, dass uns eine Brücke weiter bringt. Wenn es kein entsprechendes Hindernis gibt, macht eine Brücke auch keinen Sinn. Dann ist ein Brückenbau eine Verschwendung von Zeit und Geld. Und wenn wir an einem Abhang zu einer tiefen und sehr breiten Schlucht stehen, ist es vielleicht erst gar nicht möglich, eine Brücke zu bauen…
Ich habe gerade wieder einen Blog-Beitrag von Manu gelesen: Sind Utopisten ernst zu nehmen. U.a. wird dort in den Kommentaren auch darüber gesprochen, ob Utopia eine Brücke für „Otto-Normalverbraucher“ sein kann.

Es lohnt sich sicherlich, mal zu schauen, wie unsere Situation aussieht. Gibt es zwei Seiten? Wenn ja: Sind diese zwei Seiten bereits irgendwie verbunden? Wenn ja: Wie könnte die Verbindung aussehen? Oder stehen wir an einem Abhang? Was ist dann ratsam?

Konkret auf Utopia und das Thema Nachhaltigkeit bezogen stellt sich die Angelegenheit für mich im Moment so dar: Ich gehe aktuell von zwei Seiten aus.

Die eine Seite: Hier in Deutschland ist der ökologische Fußabdruck aller Bürger aktuell viel größer als eine Erde. Wir bräuchten je nach Rechner bis zu 7 Erden, um einen vergleichbaren Lebensstil der gesamten Menschheit zu ermöglichen. Die Menschen sind auf Konsum getrimmt. Probleme werden ausgeblendet. Es werden überwiegend Produkte aus konventioneller Produktion konsumiert. Auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt.

Auf der anderen Seite steht ein vermeintlich nachhaltiger Lebensstil.




Ich sehe im Moment keine direkte Verbindung zwischen beiden Lebensstilen. Menschen mit SUV haben mit Öko-Fundis meist nicht viel am Hut. Da wäre eine Verbindung hilfreich. Durch das medienwirksame Auftreten von Utopia könnte eine solche Verbindung vielleicht gelingen. Vielleicht. Es darf aber sicherlich nicht in einer Art „Prosecco“-Nachhaltigkeit stecken bleiben. Weiter so wie bisher, nur alles in Grün, wird wohl nicht funktionieren.

Und wenn wir tatsächlich am Abhang stehen, können wir ja vielleicht den Gedanken von Johannes Heimrath in seinem oya-Artikel folgen: „Auf in die Post-Kollaps- Gesellschaft“.

Zitat: „Die Kraft der Vision wird zur Orientierung: Was brauche ich dann, was will ich retten, was ist vorbei? Wofür lohnt sich heute mein Einsatz? Wer sind meine Verbündeten? Was braucht eine nachhaltige Welt an Technik? Wie können wir sie schon heute lebensfördernd schaffen? Wie stellen wir sicher, dass sie »danach« lebensfördernd angewendet wird?“

Wo und mit wem wir diese Vision kreieren ist letztlich egal. Hauptsache, wir fangen damit an!

Grafik: http://www.footprintnetwork.org/en/index.php/GFN/page/trends/germany/

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